Mittwoch, 4. April 2007

Schule im Blickfeld

Gestern gab es im Bildungsausschuss Neuigkeiten im Bereich Schule und Schulentwicklungsplanung. Wurde über die Entwicklung im Süden auf Grund der Anmeldefristen Stillschweigen vereinbart, so wurden nun genauere Informationen bekannt.

So zeichnet sich für die Gymnasien im Süden laut Bezirksstadträtin Kerstin Beurich eine einvernehmliche Lösung ab. Nachdem das Coppi-Gymnasium weiterhin auf seine Eigenständigkeit mit Verweis auf das Bürgerbegehren besteht, haben Forster- und Kant-Gymnasium Bereitschaft verkündet zu fusionieren, nicht zuletzt auf Grund der neuesten Anmeldezahlen. Der Bildungsausschuss nahm die neuesten Entwicklungen zur Kenntnis, die meisten Fraktionen wollten sich jedoch noch nicht klar dazu positionieren. Klare Positionen wird es vorraussichtlich erst in der nächsten Sitzung des Bildungsausschusses Ende des Monats geben. Was die Frage eines gemeinsamen Standorts für die fusionierte Forster- und Kant-Oberschule betrifft, scheint man auf beiden Seiten offen zu sein und im Moment gehen die Überlegungen in Richtung des Standorts Lückstraße, nicht zuletzt auf Grund der aktuellen Sanierungsmaßnahmen, die inzwischen sehr weit fortgeschritten sind.

Eine weitere Baustelle im Bezirk ist die Frage nach der Einrichtung einer 7. Klasse am fusionierten Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium. Mit aktuell 19 Anmeldungen für die 7. Klasse und annähernd 4 vollen 5. Klassen steht das Bezirksamt dem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung die 7. Klasse zu erhalten eher skeptisch gegenüber. Laut Frau Beurich sprach sich auch die Schulleiterin des Herder-Gymnasiums Frau Dr. Möhske gegen eine 7. Klasse aus, auch wenn eine Meinung der gesamten Schulleitung und der Elternvertretung bisher aussteht.
Für den Fall des Herder-Gymnasiums wird es also weiterhin spannend bleiben, vor allem da bereits die klare Aussage gemacht wurde, dass für eine Umlenkung von Anmeldungen an anderen Schulen keine gesetzliche Möglichkeit besteht, da an allen anderen Schulen die Kapazität noch nicht ausgeschöpft ist.
Auch dazu wird es vermutlich in der nächsten Sitzung des Bildungsausschuss eine Beratung geben.


Auch im April viel zu tun

Kaum ist der neue Monat da, schon gibt es wieder was zu tun. Als erstes stand am Montag ein Termin bei Dr. Andreas Prüfer (Stadtrat für Immobilien und Wirtschaft) zur Vorstellung des Projekts Sherlock Holmes auf dem Programm. Dort bekamen wir Tipps über die Eigentumsverhältnisse einiger Gebäude die wir im Zuge der Spurensuche in Alt-Hohenschönhausen angeschaut hatten und darüber hinaus gab es noch ein paar andere Gebäude die uns empfohlen wurden. Die nächste Aufgabe für das Team von Sherlock wird es nun sein ein konkreteres Konzept über Nutzungsmöglichkeiten zu erstellen.

Bei der Gelegenheit möchte ich aus gegebenem Anlass gleich mal einen Aufruf an Sprayer machen, die schon etwas mehr Erfahrung haben und auch Interesse hätten, an einem größeren Projekt mitzuarbeiten. Interessenten können sich bei uns unter: Info@regSJB-Lichtenberg.de melden.

Dann ging es am Nachmittag gleich weiter zum nächsten Projekt, ein Theaterprojekt von einigen Studenten verschiedener Hochschulen in Berlin. Diese haben bei uns einen Antrag auf eine YouthBank-Förderung gestellt, daher nutzten wir eine gemeinsame Probe um über den genauen Unterstützungsbedarf zu sprechen. Aufgeführt wird das Stück "Die Kahle Sängerin" von Eugène Ionesco ab dem 2. Mai in der Brotfabrik.

Damit haben wir bereits das zweite Theaterprojekt in kürzester Zeit, das bei YouthBank angefragt hat. Das erste Stück, eine Nachwuchsproduktion von Laienschauspielern in der Studiobühne in der Ritterstraße mit dem Namen "Hinter meinen Augen: Eis", das bereits am 27. März Premiere hatte und noch bis Mai aufgeführt wird.

Montag, 2. April 2007

Zwix trifft Goethe und Schiller

Am Wochenende war es wieder einmal Zeit für Netzwerkarbeit. Dieses mal trafen sich Vertreter verschiedener YouthBanks aus ganz Deutschland in der Kulturhauptstadt Weimar. Aber natürlich waren wir nicht nur da, um uns die Stadt anzuschauen und zu lernen warum der "Garten an der Ilm" heißt, wie er heißt (wie man sich denken kann, liegt er am Fluss Ilm...).

Nein, es wurde auch inhaltlich gearbeitet. So ging es neben der Frage nach Neugründungen von YouthBanks auch um die Frage der Programmentwicklung und wie diese durch die Jugendlichen des Netzwerks stärker beeinflusst werden kann.

Am Rande gab es ebenfalls Möglichkeiten sich mit anderen YouthBanks über Projekte und Unterstützungsangebote auszutauschen. So gab es zum Beispiel in Hamburg Bemühungenen eines offenen Jugendtreffens, also eine ähnliche Idee, wie sie in Lichtenberg für die Zukunft des Kinder- und Jugendparlaments im Gespräch ist.

Leider gab es auch eine traurige Nachricht, denn unsere Partner-YouthBank in Leipzig wird ab sofort ihre Arbeit einstellen. Dafür gab es aber auch gut e Meldungen. So ist die Zahl der YouthBanks in Deutschland inzwischen auf 23 angestiegen und Mitte des Jahres rechnen wir mit über 30 YouthBanks, die Jugendprojekte vor Ort mit Wissen und Geld unterstützen können. Auch in Treptow-Köpenick wird es  in absehbarer Zeit eine YouthBank geben. Wie es der Zufall will, trafen wir am Abend auch Jugendliche aus Treptow-Köpenick und machten gleich ein wenig Werbung für die Idee.

Ebenso ergaben die Gespräche mit anderen, älteren YouthBanks, dass die Frage des Nachwuchs nicht nur in Lichtenberg ein Problem ist, womit ich an dieser Stelle noch einmal jeden interessierten Jugendlichen einladen möchte, bei Zwix mitzuarbeiten. Alle die sich für die Arbeit bei uns interessieren, können sich über die Webseite bei uns melden.